Sechzig

Auf ausdrücklichen Wunsch eines gewissen Herrn U. aus K.

Als Gott (oder Jehova, Allah, Buddha, Steven Jobs oder das fliegende Spaghettimonster) den Menschen geschaffen hat, muss er (oder sie, oder es) sich Gedanken über die Nutzungsdauer gemacht haben. Damit diese nicht ewig währt, und Renten- und Krankenversicherungen in den Ruin treiben würde, hat er eine geplante Obsoleszenz in Form eines Alterungsprozesses (aka regelmäßiger Zelltod) eingebaut. Das ist für die Allgemeinheit ganz ok, für das Individuum (mich) jedoch ziemlich unkommod.

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Im Sandkasten mit Armin Laschet

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

Mit Omas hatte ich nie wirklich Glück im Leben. Eine, die Mutter meines Vaters, wohnte zeitlebens bei uns, und sorgte dafür, dass das Streitniveau im Haus nie wirklich abebbte. Die andere wohnte in Aachen, und bestand darauf, zyklisch besucht zu werden. Zur besonderen Motivation fielen Sätze wie wer weiß, wie lange ich noch bin. Klappt ab 60 immer, auch wenn sie schließlich noch 20 Jahre halten sollte.

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Motorradboom vor Feierabend

Ein Abgesang auf die schönste Art des Reisens

Nach langer Zeit der Stagnation steigen aktuell die Zulassungszahlen für Krafträder wieder. Dies schließt auch reine Vernunftfahrzeuge, wie Motorroller, mit ein. Seit 10 Jahren konstant ist ein durchschnittlicher Hubraum von 650 cm³ und eine Motorleistung von ca. 50 kW. Das, was heute durchschnittlich ist, war in den 1970ern der absoluten Königsklasse vorbehalten. Damals lag die mittlere jährliche Fahrleistung noch bei ca. 12.000 km. Aktuell liegt sie bei 2.300 km – und sinkt Jahr für Jahr. Der Gesamtbestand an Krafträdern liegt heute bei ca. 4.3 Millionen (1960: ca 1.9 Mio.).

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Danke für die Reise (Teil 3)

Eine Hymne auf stählerne Weggefährten

Eine für mich extreme berufliche Phase zwischen 2001 und 2008 führte schließlich dazu, dass ich gar keine Zeit mehr für mein Motorrad hatte. Es fermentierte ungepflegt und der Witterung ausgeliefert auf meiner Terrasse vor sich hin, und versetzte mir bei jedem Vorbeigehen einen Stich ins Herz. 2006 habe ich sie dann verschenkt – einfach, um das Drama nicht täglich anschauen zu müssen. Ich war jetzt alt. Zu alt für sowas. Tat damals gar nicht wirklich weh, denn es schien anfangs auch nichts zu fehlen. Meine BMW K100 wurde bei mir 270.000 km alt. Wer weiß, wo sie heute rumfährt? War’s das nun mit Motorrädern? Schau’n wir mal.

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Danke für die Reise (Teil 2)

Eine Hymne auf stählerne Weggefährten

Teil 1 beschreibt, wie ich auf zwei Räder kam. Die Geschichte geht natürlich weiter, mit neuen Protagonisten und Erlebnissen, die meine tiefe Verbundenheit zu einspurigen Fahrzeugen erklären. Wir schreiben Februar 1978. Nach mehr als einem halben Leben auf Schulbänken brauche ich dringend eine Auszeit. Es zieht mich nach Kanada.

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