Nüja, derzeit noch recht übersichtlich – aber es kann ja noch werden. Wer mitmachen möchte, findet hier erste Informationen.

Demokrit

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Demokrit ist das Pseudonym von Thomas Skierlo, dem Herausgeber von Unkommod. Thomas, geboren 1957 in Geilenkirchen*, zog erst als Sohn einer Hausfrau und eines Meteorologen bei der frühen Bundeswehr durch deutsche Lande. Von Geilenkirchen nach Plön, von Plön nach Cuxhaven. Dann nach Meßstetten, wo wirklich niemand anderes hin wollte. Abgesehen vielleicht vom Vikar Günther, der die lokale Konfirmandengruppe (hoffentlich erfolglos) als Frischfleischquelle zu missbrauchen schien. Damals zumindest kam die Bundeswehr noch von A nach B, weil olivgrüne Transportmittel stets funktionierten. Schließlich ging es weiter zum Pubertieren nach Koblenz, wo er trotz vieler Widrigkeiten das Abitur bestand, und eine Beamtenallergie entwickelte. Zur Belohnung ging‘s dann zum Studium der Elektrotechnik an die RWTH Aachen, bzw. in den Malteserkeller - welcher damals, dank leckerem Gerstensaft und guter Musik, mehr Charme zu bieten hatte.

Nach einem Semester erfuhr er von der Möglichkeit, sich vom stressigen Studium beurlauben zu lassen, und so zog es ihn, zusammen mit einem Schulfreund, nach Calgary in Kanada. Da sie vergessen hatten, Geld mit zu nehmen, musste sie dort als Illegale in einer Büromöbelfabrik arbeiten. Furnierpresse bedienen, kreissägen, Gabelstapler und 7-Tonner fahren. Kurz gesagt, nach drei Monaten waren sie Vorarbeiter – und reich genug, um die damals noch besuchenswerten US of A für weitere drei Monate zu erkunden. Eine aufregende und schöne Zeit, die schließlich mit der Wiederaufnahme des Studiums in Aachen endete.

Restlos unterfordert vom Studium gründete er 1983 nebenher ein Unternehmen in der damals noch jungen IT, um stinkreich zu werden, ohne viel dafür tun zu müssen. Der Plan misslang, auch wenn es das Unternehmen bis heute noch gibt. Im Jahr des Millenniums wechselte er zu einem lokalen Maschinenbauer, um 7 Jahre mit ansehen zu müssen, wie eine potentielle Goldgrube durch gepflegtes Missmanagement gen Abgrund getrieben wird. Gemobbt, ergraut, und seiner ersten Zähne beraubt lernte er dann, Server zu programmieren und zu administrieren, um es als One-Man-Show den Zuckerbergs dieser Welt gleich zu tun. Hier tummelt er sich noch heute, zumindest wenn er Lust darauf hat.

Seit 1989 lebt Thomas im niederländischen Vaals - inmitten grüner Wiesen voll glücklicher Kühe. Aachen ist nur ein unbedeutender Vorort, und schnell erreicht, sollte er mal da hin wollen.

Wenn Thomas gerade nicht arbeitet, so macht er irgend was anderes. Schlafen, essen, Hanf anbauen oder Hecken schneiden, Motorrad fahren – oder dran rumschrauben. Oder mit dem Motorrad zu reisen, und am Ziel dran rumzuschrauben. Alles wird fotografiert oder auf Video gebannt, bis schließlich niemand mehr grüßt. Zudem züchtet Thomas Katzen. Böse Katzen. Also nicht die aus YouTube, sondern die, die einfach so zur Tür rein marschiert kommen, um dann zu bleiben, um alles um sie herum kaputt zu machen. Dies ist artgerecht, macht ihnen (und ihm) Spaß, und so kauft er alle 5 Jahre neue Möbel.

Mit Drucklegung dieser Zeilen ist Thomas 59 Jahre alt, und erwägt, in Bälde das Pubertieren einzustellen - oder es zumindest alterskonform zu gestalten. Erst wollte er eigentlich Beauty-Tipps auf YouTube geben, hat sich aber dagegen entschieden. Er weiß, dass die Welt darauf giert, zu erfahren, was er zu sagen hat, und hat statt dessen dieses Blog gebastelt. Nachdem es drei Jahre auf einem lokalen Entwicklungsserver rumdümpelte, ging es schließlich - quasi als Weihnachtsgeschenk für die Welt - im Dezember 2016 online. Kostet im Monat so viel, wie eine zeitgenössische Schachtel Zigaretten. Mal gucken, ob‘s auf lange Sicht auch genau so schädlich ist :-)

Glückauf


* keine Witze, bitte!