covid-19-climate

Als polyglotter News-Freak treibe ich mich derzeit auch in Ecken der Welt rum, die ich sonst eher selten digital betrete. Dabei gebe ich unverhohlen zu, dass mich gute Nachrichten zum Thema Corona momentan besonders interessieren. Bei uns scheinen diese Mangelware, genau wie persönliche Schutzausrüstung. Kein Mangel besteht hingegen an verantwortungslosem Gefasel einiger Politiker, die sich durch wirre Gedanken aus ihrer verdienten Bedeutungslosigkeit hieven wollen. Dazu zählt sicherlich der NRW Landesvater und Kanzler im Geiste Armin Laschet, dem Karneval unlängst wichtiger war, als die Eindämmung einer globalen Pandemie.


Im Folgenden ein paar Nachrichten aus der Weltpresse, die man bei uns vergebens sucht. Da ich kein Fachmann im Spektrum der Epidemiologie bin, kann ich sie natürlich nicht bewerten.

Wissenschaftler hoffnungsvoll, dass Ausbreitung des Virus doch durch wärmeres Wetter erschwert wird.

Wir erinnern uns. Genau diese These wurde zum Beginn des Ausbruchs in Europa stark bezweifelt – also genau genommen – vor 3-4 Wochen. Jetzt gibt es mehrere internationale Studien, welche die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus in Relation zum lokalen Klima beleuchtet haben. Sie scheint dabei deutlich abhängig (auch) von klimatischen Verhältnissen.

Den Anfang machte dabei das erste Epizentrum von Covid-19 in Wuhan. In Wuhan herrscht normalerweise ein subtropisch-feuchtes Klima. Ausgerechnet im Corona Jahr 2020 war der Winter hier deutlich kälter und trockener als sonst. Der Übergang von sehr kalt zu sehr warm erfolgte, anders als gewöhnlich, fast sprunghaft. Und dies etwa 3 Wochen vor dem ersten, deutlichen Rückgang der Neuinfiziertenzahlen.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass aktuell die Ausbreitungsgeschwindigkeit zwischen 30° und 50° nördlich des Äquators am höchsten ist. Dies betrifft Europa, China und die Mitte des US-amerikanischen Kontinents. Zudem entdeckten sie, dass sich aktuell die Ausbreitung in nördlicheren Regionen (UK, Skandinavien, Kanada) verstärkt, da hier der Anstieg milderer Temperaturen zeitversetzt statt findet. Das Virus scheint Kälte und niedrige Luftfeuchtigkeit besonders zu schätzen, Faktoren also, die sich mit Einsetzen des Frühlings durchaus zum Besseren verändern könnten. Zudem ist das menschliche Immunsystem in Winter deutlich schwächer als im Sommer, da Sonnenlicht für die Produktion von Vitamin D erforderlich ist.

Dies mag zumindest ein kleiner Lichtblick für Länder mit tropischem Klima sein. Die Kehrseite dieser Medaille ist jedoch, dass durch klimatische Abhängigkeit auch eine Wiederkehr des Virus wahrscheinlich wird. Aber vielleicht verfügen wir dann ja bereits über einen geeigneten Impfstoff oder brauchbare Therapien.

WHO sieht erste Erfolge der Maßnahmen in Europa

Michael J. Ryan, Executive Director des WHO Health Emergencies Programmes, verkündet ein merkliches Abflachen der Neuinfiziertenkurve in Europa. 31.726 Neuinfizierte in Europa am Montag klingt zwar weiterhin schrecklich, stellt aber den geringsten, täglichen Zuwachs seit letztem Freitag dar. Die besonders betroffenen Länder Italien und Spanien verzeichnen den geringsten Zuwachs an Neuinfektionen seit letztem Mittwoch.

We should start to see stabilization, because the cases we see today really reflect exposures two weeks ago

Soll heißen: Die Fälle, die wir jetzt zählen, stammen im Wesentlichen noch aus der Zeit vor unserer Selbstisolation.

Ergo: Wenn wir diese jetzt eisern fortführen, so muss die Neuinfiziertenzahl deutlich sinken.

Somit, werter Herr Laschet: Einfach mal die Fresse halten!

Chinesischer Impfstoff wird bald auch im Ausland getestet

Am 16.03.2020 begannen in China die ersten klinischen Tests mit einem Impfstoff gegen Covid-19 am Menschen. Bislang wurde eine Gruppe von 108 gesunden Freiwilligen zwischen 18 und 60 Jahren geimpft – mit unterschiedlich hohen Dosen, zwecks Test der Verträglichkeit. Die Gruppe stehe unter permanenter, medizinischer Überwachung – und zeige bislang keine unerwünschten Nebenwirkungen. Noch im April soll die Auswertung der Bluttests veröffentlicht werden. Bei weiterhin positivem Verlauf soll der Impfstoff dann auch in besonders heftig betroffenen Regionen Europas getestet werden. Dies erfordert natürlich das OK lokaler Gesundheitsbehörden.

Glückauf – und bleibt gesund!

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